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Das Anschreiben: Aufbau und nützliche Formulierungen

Wann ein Anschreiben noch erwartet wird, wie du jeden Absatz aufbaust und welche Einstiegs- und Schlussformeln funktionieren.

Boofoll · Aktualisiert am 8. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit · Leia este guia em português · Read this guide in English

Brauchst du überhaupt noch eins?

Viele Unternehmen, besonders in der Tech-Branche und bei Online-Bewerbungsprozessen, verlangen kein Anschreiben mehr. In traditionelleren Branchen (Industrie, öffentlicher Dienst, Gesundheitswesen, Familienunternehmen) wird es weiterhin erwartet. Wenn eine Anzeige „vollständige Bewerbungsunterlagen“ verlangt, gehört das Anschreiben dazu.

Das Anschreiben ist außerdem der richtige Ort, um Dinge zu erklären, die der Lebenslauf nicht zeigt: einen Branchenwechsel, einen Umzug oder warum du genau zu diesem Unternehmen willst.

Format

  • Höchstens eine Seite.
  • Oben: deine Daten, die Daten des Unternehmens, Ort und Datum.
  • Eine fett gedruckte Betreffzeile mit der Stelle und, falls angegeben, der Kennziffer.
  • Eine persönliche Anrede, wann immer die Anzeige eine Ansprechperson nennt.
  • Drei bis vier kurze Absätze, ein Schlusssatz und deine Unterschrift.

Absatz 1 – warum du schreibst

Vermeide den Einstieg „Hiermit bewerbe ich mich …“ – die abgenutzteste Formulierung überhaupt. Beginne lieber mit einem Satz, der dich mit der Stelle verbindet: ein relevanter Erfolg, ein konkreter Grund für dein Interesse am Unternehmen oder wie du auf die Stelle aufmerksam geworden bist.

Absatz 2 – was du mitbringst

Greife zwei oder drei Anforderungen aus der Anzeige heraus und zeige mit Beispielen, dass du sie erfüllst. Wiederhole nicht deinen Lebenslauf: Das Anschreiben ergänzt den Kontext und zeigt, wie du denkst und arbeitest.

Absatz 3 – warum dieses Unternehmen

Zeig, dass du dich informiert hast: Produkt, Markt, Werte, aktuelle Projekte. Wenn du umziehen musst oder erst später starten kannst, nenne einen realistischen Eintrittstermin und deinen Plan.

Schluss

Schließe damit, dass du dich über ein Gespräch freust, und nenne – wenn die Anzeige danach fragt – deine Gehaltsvorstellung (als Jahresbrutto) und deinen frühestmöglichen Eintrittstermin.

Nützliche Formulierungen

  • Mit Namen: „Sehr geehrte Frau Müller,“ / „Sehr geehrter Herr Schmidt,“
  • Ohne Namen: „Sehr geehrte Damen und Herren,“ (nur, wenn es wirklich keinen Namen gibt)
  • Gesprächswunsch: „Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.“
  • Grußformel: „Mit freundlichen Grüßen“, gefolgt von deinem Namen
  • Auf Englisch: „Dear Ms Müller,“ … „Kind regards,“

Fehler, die dich die Stelle kosten

  • Falscher Name des Unternehmens oder der Ansprechperson (passiert oft bei wiederverwendeten Anschreiben).
  • Nur darüber schreiben, was du willst („Ich möchte mich weiterentwickeln“), und nichts darüber, was du bietest.
  • Floskeln ohne Beleg („teamfähig, belastbar, motiviert“).
  • Mehr als eine Seite.

Offizielle Quellen und weiterführende Links

Informationsangebot, keine Rechts- oder Einwanderungsberatung. Regeln und Beträge ändern sich – prüfe sie immer bei den offiziellen Quellen, bevor du Entscheidungen triffst.

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